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Mein russisches Abenteuer - wie alles begann

Hallo ihr Lieben,

auf (Geburtstags-)Wunsch einer einzelnen Dame habe ich nun doch noch beschlossen meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse in Sibirien für euch – in hoffentlich einigermaßen verständlicher Reihenfolge und Form – in Worte zu fassen und niederzuschreiben. Nein, ganz so war oder ist es dann doch nicht, inzwischen habe ich meine Lust am Schreiben nämlich glücklicherweise wieder gefunden und bin richtig motiviert euch – mehr oder weniger aktuell und genau – an meinem Leben hier teilhaben zu lassen Natürlich passiert dies – zumindest momentan – eben nicht ganz live, schließlich müsst ihr ja erstmal erfahren, was in den letzten Wochen so alles passiert ist, bevor es an die neueren Ereignisse geht, aber vielleicht schaff ich es ja noch irgendwann auf den aktuellen Stand und kann dann live berichten... wer weiß das schon!?

Wie alles begann

Nun also getreu dem Motto „Besser spät als nie“, aber wo soll ich anfangen??? Am besten ganz von vorn :D Die meisten von euch kennen ja bereits die Geschichte über die Turbulenzen bei der Entscheidung für ein Auslandssemester (Holter-die-Polter) und weiterführend die Probleme, die dank Post und Visa etc. zu bewältigen waren. Für alle trotzdem noch mal ein kleiner Rückblick bzw. für die, die es vielleicht doch nicht wissen, hier noch einmal „wie alles begann“... Es war die letzte Veranstaltung unseres Volkshochschulkurses Russisch und zum Abschied entschloss man sich den Abend gemeinsam bei einem Getränk und etwas Geplauder ganz ungezwungen ausklingen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt saß ich jedoch schon am Bahnhof, meine Schüssel mit Muffins neben mir stehend, und wartete auf den Zug, der mich nach Hause bringen sollte. Da fällt mir auf – die Tatsache, dass ich gerne backe, hat mich letztendlich nach Bijsk geführt... verrückt!!!! Wie das Schicksal so spielt… - kam der Zug ausnahmsweise pünktlich und alles wäre seinen gewohnten Gang gegangen, wenn ich Dussel nicht meine Schüssel eben auf dem Bahnhof vergessen hätte... Warum auch immer, aber ich wollte meine Muffins unbedingt zurückerobern (natürlich habe ich es erst bemerkt, als der Zug bereits fuhr) und rief Lisa an, sie solle doch bitte meine Schüssel am Bahnhof retten und da berichtete sie mir von eben dem bereits erwähnten netten Plan, den Abend gemeinsam zu verbringen! Na gut, dann steige ich eben in Jena-Göschwitz aus und fahre zurück... gedacht, gesagt, getan... und so traf ich den VHS-Kurs vor einem kleinen Restaurant sitzend wieder, Lisa hatte zum Glück auch meine Schüssel noch finden können (an dieser Stelle sei noch mal ganz lieb DANKE gesagt!), doch einige Muffins haben gefehlt, Frechheit!

Unser Abschiedsabend vor den Sommerferien sollte auch gleichzeitig einen längeren Abschied von Jana bedeuten, den es zu begießen galt! Denn Jana hatte sich entschlossen ein Auslandssemester in Russland zu machen und würde schon im Herbst aufbrechen. Natürlich war das eines der Hauptgesprächsthemen und so fragte sie – wohl eher als Scherz gemeint – in die Runde: „Hat nicht noch jemand Lust mitzufahren? Ich fahre nun allein, da alle anderen abgesprungen sind.“ Gelächter. Aber in meinem Kopf begann es zu rattern. Ist das nicht genau DAS, was du gerade brauchst?! Einfach mal eine Auszeit von der Uni, neue Erfahrungen sammeln und dein Russisch auf Vordermann bringen? Warum eigentlich nicht... Was sollte schon dagegen sprechen?! Allerdings wollte ich das Ganze nur ungern vor der gesamten Gruppe aufgreifen und beschloss mit Jana unter vier Augen zu reden und ihr zu gestehen, dass ich sie ernster genommen hatte, als sie es wohl für möglich gehalten hätte. Als sie sich verabschiedete bot ich ihr also an, sie noch ein Stückchen zu begleiten und dann erzählte ich es ihr: ICH WILL! … Natürlich, erst einmal muss die Nummer mit Mama und Papa und natürlich auch mit Paul diskutiert werden, aber dennoch: ICH WILL! Schon am nächsten Morgen hatte ich mit meinen Eltern darüber gesprochen und - wie zu erwarten war - waren auch sie Feuer und Flamme für diese Idee, erste „Hürde“ gemeistert (eigentlich war es ja gar keine ^ ^). Vor Pauls Reaktion hatte ich da schon etwas mehr Angst, wir haben ja nun eh schon nicht so viel Zeit miteinander und dann auch noch 3 Monate oder länger ins Ausland und gleichmal über 5000km Entfernung zwischen uns bringen... Doch auch er verstand schnell die Chance, die sich mir bot, und versicherte mir seine Unterstützung und noch am selben Morgen schrieb ich der Verantwortlichen unserer Uni, dass ich gern „nachrücken“ würde, um Jana nach Bijsk zu begleiten. Und nach einigem Hin und Her (das würde jetzt wirklich zu weit gehen) kam dann tatsächlich die Zusage. „Die Einladung wird bearbeitet, das dauert etwa 4 Wochen, und dann wird sie per DHL schnellstmöglich zu dir geschickt...“ Klingt doch alles wunderbar! Also hieß es Flüge buchen. Jana und ich hatten uns schnell geeinigt, ein Direktflug am 1.09. sollte es sein...

doch meine Einladung kam und kam nicht. Die Bearbeitung hatte, wie versprochen, ca. 4 Wochen in Anspruch genommen und der Versand wurde mir bestätigt, aber jeden Tag das gleiche – der Briefkasten blieb leer, doch der Abreisetag kam unaufhaltsam näher und die Koffern standen natürlich bereits fertig gepackt in der Ecke! Als absehbar war, dass ich nicht fliegen würde, hieß es schweren Herzens umbuchen. Selbst wenn die Einladung in den letzten drei Tagen vor dem Abflug noch gekommen wäre, hätte ich kein Visum mehr bekommen... der ewigen Bürokratie sei "Dank". Das neue Abflugdatum setzten wir auf zwei Wochen später fest, schließlich sollte die Einladung ja theoretisch schon lange da sein und würde sicher bald kommen... doch zu früh gefreut, auch diesen Termin konnte ich nicht einhalten! So viel Stress und so viel Geld in den Wind geschossen, ich könnte mich immer noch furchtbar darüber aufregen! Was nun? Tausend mal umbuchen bringt einfach nichts außer steigende Kosten... aber die Flüge werden ja auch nicht günstiger... Außerdem ist da ja noch Pauls Geburtstag und die Bastelmesse gleich darauf, ich kann doch nicht ernsthaft 2 Tage bevor mein Freund Geburtstag hat das Land verlassen?!? Da wir eh nicht sicher sein konnten, wann (und ob – manchmal habe ich ja schon daran gezweifelt, dass sie überhaupt noch kommt) die Einladung nun kommen würde, habe ich den dritten Versuch auf das Wochenende nach Pauls Geburtstag gelegt und – wer hätte das gedacht – zwei Tage nach Buchung kam sie dann endlich, meine Einladung! Wenigstens war nun noch genug Zeit das Visum ohne größere Kosten zu beantragen, was ausnahmsweise auch ohne Probleme funktionierte, und den Geburtstag würde ich trotzdem mit Paul verbringen können, sogar die Bastelmesse würde ich besuchen! Toll...!!!!!! Ja, so hat also alles begonnen und anstatt am ersten September in mein russisches Abenteuer zu starten ging es mit über einem Monat Verspätung los, am 5.Oktober! Positiv daran ist natürlich, dass so die Zeit der Trennung von zu Hause um einiges kürzer ausfällt... allerdings eben auch die Zeit, die bleibt um Russisch zu lernen und die Gegend zu erkunden!

Das war es auch schon für den Anfang, ich will euch ja nicht gleich überfordern… morgen dann mehr

Aller liebste Grüße, fühlt euch gedrückt :* Пока

15.11.14 15:44

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