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Fortsetzung folgt :)

Da bin ich wieder, nach dem ich gestern sozusagen fast mitten im Satz aufgehört habe... Sorry noch mal. Aber es war nötig und ganz ehrlich: ich musste die Konsequenzen tragen. Bin ich heute müde! Okay, ich habe noch eine Stunde gelesen -.-* aber das Buch ist SOOOO spannend! Beinahe hätte ich es noch fertig gelesen, aber irgendwann habe ich mich dann zum schlafen gezwungen. Bin so gegen halb drei eingeschlafen und heute richtig im Eimer. Aber mein Buch habe ich dennoch – vorhin! - fertiggelesen. Endet etwas anders als der Film. Hatte ich erwähnt, dass ich Gone Girl lese? Ich glaube ja... jetzt kann es mit der nächsten Buchempfehlung weitergehen. Wenn ihr noch Ideen habt, dann immer her damit! Vielleicht schaffe ich sie nicht mehr hier zu lesen, aber bis ich wieder in Deutschland bin, vergehen ja noch ein paar Monate! Zeit sollte sich also noch für das ein oder andere Buch finden lassen, vor allem wenn man an meinen anfänglichen Lesemarathon hier denkt.

Wo war ich stehen geblieben? Ich meine mich an unhöfliche Neuzugänge hier zu erinnern. Aber genug davon. Jana und ich sind in unserem Frust einkaufen gegangen, für den Abschiedsabend. Lust auf richtig viel Arbeit und Chaos hatten wir nach der viel zu kurzen Nacht allerdings nicht mehr. Also strichen wir die Bratäpfel wieder von unserer Liste und beschränkten uns auf Propheten-Kuchen, Glühwein und selbstgemachtes Apfelmus. Mit unseren China-Mädels (ist das eigentlich gemein, sie so zu nennen? Denn so ist das wirklich nicht gemeint! Ich bin nur lediglich zu faul ständig die Namen zu schreiben und die Beschreibung ist einfach treffend. Wir sind halt auch die Deutschen. Einfach. Prägnant. Unverwechselbar.), jedenfalls waren wir mit ihnen für um drei verabredet, um gemeinsam alles vorzubereiten. Galina wollte unbedingt das Kuchenrezept haben und mit vielen Leuten ist es halt auch lustiger. Auf dem Weg zum Discounter kamen uns auch die Mongolen (Einfach. Prägnant. Unverwechselbar.) entgegen und sagten für um vier zu. Konnte also alles, wie GEPLANT, laufen ?! Weil wir uns ja nun gegen die Bratäpfel entschieden hatten, aber Angst hatten, dass der Kuchen nicht reichen würde, kauften wir noch ein paar fertige Leckereien, denn die gibt es hier reichlich. Alle Zutaten, fertig, und los!

Wir waren pünktlich zurück und machten uns sofort in der Küche breit. Drei Bleche Kuchen sollten es werden. Das klingt viel, aber der ist halt echt nicht so „füllig“, Huckelkuchen halt, ihr kennt den doch, oder? Und die Bleche sind winzig! Ernsthaft. Lächerlich klein. Während ich mich um das anrühren des Teigs kümmerte, der einfach nicht so gelingen wollte, wie ich es gern gehabt hätte, setzte Jana den Glühwein auf und bereitete das Apfelmus zu. (Wir hatten sogar Vanilleeis gekauft, als extra Schmankerl sozusagen.) Dascha, Xenia und Galina trafen erst eine halbe Stunde später in der Küche ein. War, wie sich herausstellte, auch echt gut so, wir hatten unser erstes großes Chaos schon beseitigen können und sich hatten sich offensichtlich überlegt auch etwas zu dem Abend beizutragen. Wie praktisch! Die 3 begannen also ein herzhaftes Abendessen zu zaubern, natürlich Reis und Gemüse – alle wissen bereits bescheid und nehmen Rücksicht auf Jana - und wir steuerten dann eben das Dessert bei. Die Uhr zeigte vier, die ersten beiden Bleche Kuchen waren fertig – einer wäre mir beinah verbrannt, man muss echt super aufpassen und ohne Ofenbeleuchtung hatte ich am Ende über 20 Fotos auf dem Hand , auch das Apfelmus duftete herrlich und der Glühwein musste nur noch richtig heiß werden, aber von unseren Ehrengästen war weit und breit keine Spur. Klar, praktisch war das allemal, denn fertig waren unsere drei Köchinnen noch lange nicht und dementsprechend chaotisch sah es auch noch aus.

Jana und ich kümmerten uns nun darum, zumindest ein wenig Ordnung in die Küche zu bringen. Erstmal sämtliche Nachspeisen im Fensterbrett sammeln, den Kuchen schneiden und auf Tellern anrichten, die gekauften Leckereien präsentieren, das Apfelmus abfüllen und schließlich den Tisch decken. Gegen um fünf, also eine ganze Stunde später als eigentlich GEPLANT, holte ich schließlich unsere Mongolen-Mädels ab. Lasst das Festmahl beginnen! Zuerst einmal das Abendessen unserer Chinesinnen, wir hatten wirklich Glück, es reichte haargenau! Für 9 Leute zu kochen ist eben nicht so einfach und alltäglich, Reis uns Soße waren nach der ersten Runde bereits leer, aber es reichte genau für uns, denn es musste ja eh noch Platz für unsere Leckereien bleiben. Fast hätte ich es vergessen: Jana hat noch richtig „Schweinerei“ gemacht, also beabsichtigt, denn wir wollten Bananenmilch machen und die in einer Flasche mixen, aber wie sollte man die Banane in die Flasche bekommen? :D *Platz für Kopfkino* Nach der herzhaften Runde hieß es abwaschen, denn das Geschirr ist wahrlich knapp und wenn alle auf einmal essen und auch noch zwei Gänge... dann muss definitiv abgewaschen werden, bevor es weiter geht. Kleine Verdauungspause und da saßen wir nun mit lecker Vanilleeis und selbstgemachtem Apfelmus, frischem Kuchen, Bananenmilch und Glühwein und ließen es uns gut gehen. Dascha und Sascha haben sich, so glaube ich, in unser typisches Weihnachtsmarkt-Getränk verliebt. Der war auch echt nicht schlecht, sogar ich habe zwei Tassen getrunken. Kompliment an Jana! Die Bananenmilch habe ich fast allein geleert Ich find es einfach super lecker und da kamen Erinnerungen hoch, wie mir in Minsk Bananenmilch gemacht wurde. Toll!

Im Laufe der Zeit wurde die Stimmung lockerer. Unsere Abreisenden schienen anfangs noch etwas reserviert, aber mit dem Dessert wurde es besser, witziger. Viele Fotos wurden gemacht, zwischendurch immer mal einen Keks oder ein Stück Kuchen in den Mund geschoben, rumgescherzt, gesungen und getanzt, bis der Kuchen und das Apfelmus alle waren. Wir (Deutschen) hatten uns das Ende dennoch ein bisschen anders vorgestellt. Um sieben, also nach knapp zwei Stunden, war plötzlich alles vorbei, alle waren verschwunden. Die restlichen Leckereien ließen wir – für die Allgemeinheit zugänglich – auf dem Küchentisch stehen, den restlichen Glühwein teilten wir unter uns auf und damit hatte sich die „Abschiedsfeier“ ausgefeiert. Um sieben. Unweigerlich fühle ich mich an einen Kindergeburtstag zurückerinnert. Lecker Essen, viele Fotos, Tanz und Gesang und pünktlich um sieben sind alle weg. Auch gut. Wir waren ja sowieso total müde und den Abend ruhig ausklingen zu lassen, dass kam uns ziemlich gelegen.

Die Nacht hätte so gut, so lang werden können. Hätte. Wenn da nicht diese verda**ten Mongolen gewesen wären, die uns schon am Morgen nicht mehr hatten schlafen lassen. Denkt man länger darüber nach, kommt man sich tatsächlich vor, wie im falschen Film. Jana und ich, zwei Studentinnen Anfang 20, versuchen zu schlafen, während im gleichen Flur die 30-60jährigen Lehrer die ganze Nacht lang Party feiern. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Halb eins. Lautes Klopfen im Flur. Laute Stimmen. Lachen. Ausgelassene Gespräche. Um eins. Gleiches Spiel. Um zwei. Gleiches Spiel. Und so ging es die ganze Nacht. Gegen um vier bin ich endlich eingeschlafen, um neun war Uni. Ich verrate euch ein Geheimnis: ich bin nicht gerade ausgeruht und schon gar nicht gut gelaunt aufgewacht! Sollte es nicht genau umgekehrt sein, wir feiern und die Erwachsenen versuchen zu schlafen und regen sich über unsere Unbedarftheit und Rücksichtslosigkeit auf? In der Uni sind wir Herrn Zajakin begegnet und haben unserem Ärger darüber erst einmal Luft gemacht, mit der Bitte nichts zu tun, da wir selber mit unseren Flurgenossen darüber reden wollten. Natürlich wusste diese aber, als wir aus der Uni zurück kamen, bereits bescheid, dass sich zwei Mädels (wer das wohl gewesen sein mag?) beschwert hatten. Peinlich. Aber gerechtfertigt. Was soll ich sagen... und seit dem ist es ruhig ^^ Wenigstens etwas. So viel erst einmal dazu.

Wir hatten am Montag übrigens einen neuen Deutschkurs, reichlich spät, ich weiß. Eigentlich hätten wir den Kurs auch schon drei Wochen eher übernehmen sollen, aber ganz ehrlich, es kam einfach IMMER etwas dazwischen. In der ersten Woche (da war Niko noch da und wir sollten am Freitag Nachmittag eine Stunde übernehmen) haben wir es schlichtweg vergessen! Ehrlich! Einfach so. Die Woche darauf kam unser „stellt doch mal was deutsches für die Neuen – how-to-be-german – Programm dazwischen und letzte Woche,... hab ich vergessen. Egal. Sie hatten das Thema Architektur behandelt, da wussten wir eh nicht so wirklich, was wir großartig mit den Studenten machen sollten. Antike Tempelkunde? Als würden sie das auf Russisch alles können, warum sollten sie es dann bitte auf Deutsch lernen? Jetzt sollte unser neues Thema aber die Musik sein und wir durften das Thema einführen. Wie sich herausstellte, besteht der Kurs aus drei Mädels, die wir also zu zweit unterrichten und natürlich sitzt im Hintergrund immer die eigentliche Dozentin. Man könnte eine super Eins-zu-eins-Betreuung darauf machen, wenn man wollte. Aber man wollte nicht. Musik also. Wir begannen mit den Mädels die verschiedenen Musikrichtungen in Form eines Mind-Maps – unser liebstes Tafelbild – zusammenzutragen, zugegeben, eine ziemlich einfache Aufgabe, da fast sämtliche Termini international gebraucht werden. Ein netter Einstieg war es allemal und das Eis war schnell gebrochen. Um die erste Stunde etwas locker zu gestalten und noch etwas Zeit rum zu bekommen, spielten wir zu den meisten Richtungen ein jeweiliges deutschsprachiges Beispiel an und ließen es von unseren Studentinnen zuordnen. Ein bisschen Gehalt sollte natürlich dennoch gegeben sein, also machten wir anschließend einen kurzen Ausflug in die europäische Musikgeschichte, vom Mittelalter über Romantik und Wiener Klassik bis hin zur Moderne: zeitliche Einordnung, Komponisten, Instrumente. Als Abschluss und um endlich einen richtigen Sprechanlass zu schaffen, mussten uns die Mädels von einer Veranstaltung mit Live-Musik (egal, ob Konzert, Ballett oder Oper etc.), das sie besucht hatten, berichten. Schluss. Geschafft.

Der Nachmittag verlief ruhig. Obwohl es noch nicht lang her ist, kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was wir noch gemacht haben. Gelesen vermutlich, und gestrickt! Ich habe mich das erste mal am Fingerstricken probiert und bin ganz zufrieden. Zum Handstricken war die Wolle zu dünn, zum richtigen Stricken hatte ich keine Lust. 3 Stunden später hielt ich meinen ersten Schal in den Händen, okay, er muss noch ein bisschen bearbeitet werden, aber im Allgemeinen bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Ja, das war es auch schon. Da bin ich ja heute richtig zeitig fertig. Natürlich war das auch mein Ziel, wie gesagt, ich bin müde! Anna müde, Anna MUSS schlafen! Gute Nacht schon mal und liebe Grüße in die Heimat, fühlt euch umarmt und пока

eure Anna.

27.11.14 16:45

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