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Entschuldigung!

Ihr Lieben, sorry… ich möchte euch wirklich nicht auf die Folter spannen und warten lassen, aber das letzte Wochenende war einfach wirklich sehr gut ausgelastet und super lustig, so dass keine Zeit blieb zum schreiben. Ich verspreche hoch und heilig: MORGEN gibt es Nachschub!!! Vielleicht auch schon über das vergangene Wochenende, auf jeden Fall aber über die zwei Wochen die ich hier allein verbracht habe, während Jana mit Niko unterwegs war! Ihr dürft also gespannt sein Danke für euer Verständnis :* Dicke Knutscher und пока (aus dem inzwischen Fein-Frost-Sibieren: gerade zeigt das Thermometer -25°C) Einen schönen Abend noch, eure Anna

1 Kommentar 24.11.14 18:43, kommentieren

Von Büchern, Filmen, Musik und Diktaten

Freunde, witzigerweise ist mir heute wieder eingefallen, warum ich so wenige Erinnerungen an meine ersten beiden Wochen hier und die damit verbundenen Erlebnisse habe... ich hab schlicht und ergreifend wirklich nicht viel gemacht! Außer: GELESEN! Und zwar sage und schreibe 5 Bücher innerhalb von ungefähr 10 Tagen. Jetzt ergibt alles schon wieder einen Sinn :D Es waren aber auch wirklich gute Bücher, die mussten einfach gelesen werden. 1. Wir sind die Guten (wer Verschwörungstheorien und ähnliches mag, dem sie dieses Buch wärmstens empfohlen, geht es doch um den aktuellen Ukraine-Konflikt und den „Kampf“ zwischen Russland und den USA) 2. Ein ganzes halbes Jahr (endlich hab ich es gelesen! Es ist wunderschön und furchtbar traurig, ich habe wirklich Rotz und Wasser geheult. Ich lege es euch wirklich ans Herz, wer es nicht gelesen hat... nehmt euch ein bisschen Zeit und guckt mal rein. Es liest sich wirklich gut und man möchte es gar nicht mehr weg legen) 3. Das Schicksal ist ein mieser Verräter (auch ich habe es inzwischen also geschafft, dieses Buch zu lesen. Für alle Lesemuffel noch mal die Erinnerung: gibt es sogar schon als Film den habe ich zwar leider noch nicht gesehen aber von Freunden nur gutes Feedback gehört. Ebenfalls Rotz und Wasser geheult!) 4. Isch gehen Schulhof (für alle Lehramtsstudenten empfehlenswert aber auch für alle anderen eine interessante und teilweise erschreckende Lektüre, die mich ernsthaft bezweifeln lässt, den richtigen Berufszweig gewählt zu haben aber noch bin ich ja nicht fertig... und man muss ja auch nicht unbedingt nach Berlin an eine Schule!) 5. bleibt mein Geheimnis :D ich kann euch ja nicht ALLES erzählen,... nein, ich habe es ENDLICH geschafft: Shades of Grey 3 (ich hatte den vor zwei Jahren zur Hälfte gelesen und dann war Schluss, nun hatte ich endlich Zeit und Lust noch einmal von vorn anzufangen. Ich bin noch nicht ganz sicher, was ich vom Ende halten soll.) Eigentlich war das auch echt richtig schön... einfach mal wieder lesen, lesen, lesen! Zu Hause komme ich tatsächlich kaum dazu, da haben andere Hobbys momentan einfach Vorrang z.B. nähen – Gottchen, ich vermisse meine Nähmaschine –, also war es wirklich sehr erholsam und ich hab mich ja irgendwie auch weitergebildet. Nach diesen 5 Büchern habe ich übrigens mit Shades of Grey 2 auf RUSSISCH begonnen!!!! (Deutsch auch noch mal parallel, einfach des besseren Verständnisses wegen... da sind so „ein paar“ Vokabeln dabei, die man nicht unbedingt an der Uni lernt ^^) Tja, und darüber bin ich abgestorben... So viel also zu meinem kleinen Lesemarathon (schon ein guter Schnitt, wie ich finde) und nun zu den restlichen Erlebnissen der zweiten Woche – gezählt bis Janas Abreise nach Novosibirsk. Zwei sehr erfreuliche Nachrichten bezüglich der Uni gab es: a) unsere Dozentin war wieder da, d.h. nur noch die Hälfte der Stunden bei dem, dessen Namen nicht genannt werden darf (V.V.) und b) wir haben begonnen, die ersten Deutschstunden zu unterrichten! Eigentlich war es nur ein Deutschkurs, aber... was solls! Übrigens: unser Lieblingskurs sozusagen in den auch unsere beiden Supertalente gehen (siehe den „Konzert“besuch). Aber erst einmal zu unserem Russischkurs. Ekaterina stellte sich uns also vor, eine richtig attraktive Russin, die das Konzept des Unterrichtens offensichtlich etwas anders und - vor allem BESSER als V.V. - verstanden hat! So müssen wir beispielsweise zu jeder Veranstaltung eine Nachricht vorbereiten und diese zu Beginn vortragen (Sascha kommt dabei in 99% der Fälle auf Politik zurück *g*) Außerdem lässt sie uns sogar EIGENE Antworten auf Fragen formulieren, anstatt uns alles nachquatschen zu lassen oder wir beschäftigen uns mit Grammatik an Stelle von Zungenbrechern. Ach, unser Kurs ist auch gewachsen! Die drei Mädels aus der Mongolei sind inzwischen angekommen und „mischen alles etwas auf“. Sie sprechen noch schlechter als die Chinesen und müssen natürlich erst einmal auf unseren Stand der Zungenbrecher gebracht werden :D (Vermutlich sind Jana und ich gemeinsam genau so groß und auch schwer, wie diese drei Mädels zusammen! o.O ) Um sie auch mal beim Namen zu nennen – ich versuche es zumindest –, da hätten wir Katja (Patzetze), Natascha (deren wirklichen Namen ich mir NIE merken kann) und Dagiisuren (die sich weigert einen russischen Namen „anzunehmen“, um uns das Leben zu erleichtern). Ein bisschen suspekt waren sie uns anfangs schon – das muss ich zugeben – noch mehr jedoch wunderte uns ihr Essverhalten. Theoretisch müssten sie einfach doppelt so breit sein wie wir... gute Verdauung? Gute Gene? Ich weiß es nicht... ärgerlich. Und das „riecht“ aus der Küche! IMMER! Wie kann es denn morgens kurz vor neun nach Hammel und Knoblauch und überhaupt „riechen“? Zum Frühstück. Bähhh. Andere Länder, andere Sitten... schon gut, das weiß ich ja auch! Dennoch... und der Geruch zieht einfach ständig bis zu uns! Da kann einem schon mal der Appetit vergehen. Katja hat mir das neulich übrigens so erklärt: „Ohne Fleisch können wir nicht essen.“ Okay, verstanden. So ähnlich haben wir uns das auch schon gedacht :D Sie hatten auch so merkwürdiges Trocken-Rind?-Fleisch dabei, was zusammen mit Würstchen in mega viel Wasser und mit Hirse aufgematscht wurde. Lecker. Wohl bekomms. Guten Appetit. Nun gut, ich will hier ja auch niemanden verschrecken und inzwischen haben wir die 3 Mädels auch ganz gern gewonnen (leider waren sie nur für knapp 6 Wochen hier und fliegen am Montag heim)... aber zurück zur Uni und unserem Deutschunterricht. Jana kannte den Kurs schon, da sie auch vor meiner Ankunft schon einmal dort unterrichtet hatte. Der Kurs besteht aus 5 Mädels (und manchmal auch zwei Jungs, aber NUR manchmal!). Schenja und Sascha kennt ihr ja schon, wie gesagt: unsere beiden Supertalente, dazu kommt Katja, die ist in Deutschland aufgewachsen und langweilt sich vermutlich zu Tode, macht aber dennoch gut mit und ist – glaube ich – ganz froh, das wir mal frischen Wind rein bringen, und Anja und Marina, die sind beide ganz süß und geben sich auch wirklich viel Mühe! Und dann wären da noch Sergej und Boris. Was soll ich sagen? Ich bin sprachlos... so etwas habe ich noch NIE erlebt! Auch wenn das erst deutlich später passiert und vielleicht ein bisschen gemein ist (verratet mich nicht!), möchte ich euch hier schon mal an unserem Diktat teilhaben lassen. „Wendlich aus der Shule. Nach Hause der komme. Tanzing ausziehe ich meine Shuhaus. Und Schradizie in der Shrank in. Fure. Mein Jacke heinelich auf hänge in klein die Shrank. Ich bin hungrig und möchte essen. Before ich köche wäche ich meine Hände an Wachbeken. Dan mache ich mir mitten essen auf dem Händ oder in der mir kovele bam. Wenlich satt bin kommen sätse ich mich auf deen Sesse und nimmer an Buch auf dem Regal und lese oder spieder und dem Klavier. Manlichmal geer ich auch dem Spät und schlafekurz.“ Ihr wisst ja alle, was ein Diktat ist?! Jemand liest den Text langsam und deutlich vor (in diesem Fall ich – und ja, ich habe WIRKLICH laaaaaangsam und DEUTLICH gesprochen und jeden Satz 3 mal wiederholt!) und die anderen schreiben mit. Prinzip klar. Was haben wir für einen Schei* diktiert, fragt ihr euch? Dann hier die Auflösung für die, die nicht ganz wussten, was es mit der MIR KOVELE BAM auf sich hat... Noch eine kurze Anmerkung: die Studenten wussten, dass wir ein Diktat schreiben würden und hatten die Aufgabe, Vokabeln zum Thema Wohnung/ Haushalt zu lernen! Wenn ich aus der Schule nach Hause komme, dann ziehe ich meine Schue aus und stelle sie in den Schrank im Flur. Meine Jacke hänge ich in den Kleiderschrank. Ich bin hungrig und möchte essen. Bevor ich koche, wasche ich meine Hände am Waschbecken. Dann mache ich mir Mittagessen auf dem Herd oder in der Mikrowelle warm. Wenn ich satt bin, setze ich mich auf den Sessel und nehme ein Buch aus dem Regal und lese oder ich spiele Klavier. Manchmal gehe ich auch ins Bett und schlafe kurz. Mehr muss ich nicht sagen zu unseren Jungs, oder? Die Mädels hatten übrigens zwischen 3 und 7 Fehlern im Diktat! Ich kann also nicht SO SCHLIMM gelesen haben Puh, Glück gehabt! Wenn wir nicht gerade Diktate schreiben oder uns (auch wenn das schon wieder gemein ist) über einige der Ergebnisse halb totlachen, dann beschäftigen wir uns in dem Kurs mit dem Thema „Familie“. Familienmitglieder, Stammbäume, Lebensweise usw. usf. Alles in allem ist der Kurs dennoch spitze und immer wieder für ein paar Lacher gut, wenn auch unbeabsichtigt. So erzählte uns eine Studentin einmal, dass sie einige Leute vergaste (böser Humor, ich weiß,... aber zuuuuu göttlich!), eigentlich hatte sie ja nur einige Verwandte VERGESSEN zu erwähnen Von den Mädels wurden wir schließlich auch eingeladen uns ein Konzert an der Uni anzusehen. Mit Freuden nahmen wir die Einladung an und fanden uns eines nachmittags in der Aula wieder. Gemeinsam mit Alexander (ein weiterer Bekannter von Jana, der auch Deutsch studiert und schon ziemlich gut spricht!) lauschten wir russischen Gesängen, Gitarrenklängen und – mein absolutes Highlight – einer Geigerin. Diese eröffnete das kleine Konzert mit dem durchaus bekannten und aktuellen Hit von Lindsey Stirling „Shatter me“... Gänsehaut pur! Richtig genial! Im Wohnheim haben wir außerdem unseren ersten Filmabend veranstaltet. Гарри Поттер и Oрден Феникса – Harry Potter und der Orden des Phönix. Unser Ziel bis zur Abreise lautet seit dem: alle Harry Potter Teile auf Russisch gucken! Da haben wir uns etwas vorgenommen, aber es macht wirklich Spaß und man hört sich schnell rein, vor allem da wir die Übersetzung ziiiiiemlich gut kennen Okay, es ist wirklich spät und ich will euch auch nicht länger langweilen, außerdem muss ich dringend ins Bett... verdammte Zeitverschiebung, hier ist es immerhin schon dreiviertel eins – 5 Stunden Unterschied zu Deutschland machen schon etwas aus! Also einen wunderschönen Abend noch und gute Nacht. Fühle euch ganz lieb gedrückt und пока, eure Anna

20.11.14 19:49, kommentieren

Das Ende vom Anfang - die restliche erste Woche ;)

Nach einem kleinen krankheitsbedingten Päuschen gestern, melde ich mich heute mit einem FROSTIGEN HALLO zurück! Schneegestöber, zweistellige Minusgrade und stockdunkel, genau die richtige Zeit, um ein paar Gedanken zu Papier zu bringen. Heute soll es wieder um meine erste Woche in Bijsk gehen. Genauer gesagt: um eine Zusammenfassung, denn so viel ist in der ersten Woche eigentlich gar nicht mehr passiert. Von meiner ersten Begegnung mit Stadt und Uni habe ich euch ja bereits berichtet...

An meinem zweiten Tag an der Uni erfuhr ich glücklicherweise, dass der Stundenplan, wie er in dieser Woche war, gar nicht unser normaler Plan sein sollte. Denn anstatt jeden Tag zwei Veranstaltungen (á 90min) bei V.V. zu haben, war die Zeit normalerweise geteilt, 5 Stunden bei V.V. und die restlichen 5 Stunden bei Ekaterina (da wäre auch schon die Erläuterung, warum DozentIN)... dir war nur eben in dieser Woche nicht zugegen. Pech gehabt. Auch die Zeiten sollten sich jedoch mit ihrer Rückkehr ändern. Anstatt wie bei V.V. jeden Morgen um 9Uhr zu beginnen, legte sie ihre Unterrichtseinheiten offensichtlich lieber auf nach dem Mittag von 12.35-15.45Uhr. Was nun das größere Übel ist – gleich morgens fit in der Uni stehen zu müssen, oder nicht mehr wirklich was vom Tag zu haben, weil die Uni so lang geht (es wird ja schließlich verdammt zeitig dunkel) – darüber lässt sich streiten. Belassen wir es einfach dabei, dass die positive Nachricht über eine zweite Dozentin alles andere übertrifft! Und noch eine Neuigkeit bezüglich unseres Unterrichts gab es gleich in meiner ersten Woche: bereits in der kommenden Woche sollten 3 weitere Studentinnen aus der Mongolei zu uns und unserem Kurs stoßen. Na, das konnte ja noch lustig werden (wurde es auch... mehr oder weniger zumindest). Wie der Unterricht aussah? Ratet doch mal... Zungenbrecher! Und Diskussionen! Ich hatte ja bereits die „zum Teil veralteten“ Ansichten V.V.s erwähnt, es lohnt sich, darauf noch einmal genauer einzugehen!

Frauen gehören nach Hause, genauer in die Küche, noch genauer hinter den Herd natürlich. Verdienen muss der Mann. Wenn der Mann abends von der Arbeit heim kommt, muss das Essen fertig sein, wenn nicht muss es sogleich bereitet werden. Beschweren darf frau sich darüber nicht. Frauen haben keine große akademische Zukunft, eigentlich verschwendete Mühe sie zu unterrichten. Die Deutschen haben keine Ahnung von Lyrik, Gedichte sind ein Fremdwort für sie. Gott ist allmächtig. Jeder muss das einsehen. Gott bestimmt über uns und unsere Zukunft. Und am aller wichtigsten (auch wenn es eigentlich erst etwas später passiert ist, aber es ist einfach zu gut, um noch länger vorenthalten zu werden) BÄUME SIND GUTE CHRISTEN! Fragen? Nein, alles klar... so ging es uns auch :D Jetzt könnt ihr euch sicher schon etwas besser vorstellen, warum das ein oder andere Diskussionspotenzial in unseren Russischstunden enthalten war und natürlich musste es dann auch ausdiskutiert werden. Im Unterricht. Und später noch einmal zwischen Jana und mir im Wohnheim. Manchmal auch mit Papa am Abend über Skype. Aber ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen, warum Bäume nun gute Christen sind. Ihr seid ja sicher schon selbst darauf gekommen, oder? Wenn nicht, gut! Bäume geben alles... sie geben uns Luft zum Atmen, sie geben uns Holz, sie spenden uns Schatten oder dienen als Schutz vor Regen. So muss ein guter Christ sein! Ergebnis bei der erneuten Analyse mit Papa: Kokospalmen sind die ALLERBESTEN Christen! Von ihnen kann man wirklich ALLES verwenden/ gebrauchen! Drum lasst uns nun alle nach draußen gehen, Wurzeln schlagen und gute Christen (ähm, Palmen) werden!

Genug der Absurditäten unseres Russischunterrichts. Auch bei Jana gab es Neuigkeiten. In eineinhalb Wochen würde ihr Freund anreisen. - Schön, dass ich es noch vor ihm hierher geschafft habe! Wenn auch nur knapp. - Was supertolle Nachrichten für die Eine, das sind bad news für die Andere, also mich, denn die beiden hatten geplant erst einmal 2 Wochen die Gegend zu erkunden, dann würde ich also allein meine Zeit totschlagen müssen. Aber bis dahin waren es ja zum Glück noch ein paar Tage, die es zu nutzen galt. So zeigte mir Jana beispielsweise ein recht schönes Einkaufszentrum samt Kino, also schauten wir uns „Gone Girl“ - natürlich auf russisch - an! Kennt ihr den Film? Ich fürchte ja, der ist so schon nicht ganz einfach zu verstehen... und wenn man ihn dann auch noch auf einer anderen Sprache schaut, die man bei weitem noch nicht zur Perfektion beherrscht, dann ist Chaos im Kopf vorprogrammiert. Ein Psychiater wäre nicht schlecht gewesen nach dem Film. Aber wir bilden uns weiter! Russische Filme gucken ist dafür eine gute Methode und ganz ehrlich... 3 Euro für ein Kinoticket!!! Wir können hier jede Woche gehen und bezahlen am Ende im Monat so viel, wie ihr, wenn ihr einmal geht :P Ratet mal, wo wir uns noch öfter aufhalten werden?!?

Das Einkaufszentrum hatte aber noch einen anderen Nutzen als nur das Kino, denn wir hatten schon eine beachtliche Einkaufsliste erstellt. Stiefel und Mantel für Anna mussten her, ein Mantel auch für Jana, ein Bikini, für jede ein hübsches Kleidchen (als Erinnerungsstück an unser Auslandssemester) und was man noch so schickes findet :D Also ging die Suche los... Alle die, die schon einmal mit mir Schuhe kaufen waren, wissen, dass das keine einfach Aufgabe ist – es hat, um es mal Vorweg zu nehmen, auch dieses Mal nur 5 Wochen gedauert – , aber frohen Mutes machten wir uns an diese Aufgabe. Vorerst erfolglos! Außer das ich mich bereits in der ersten Woche in ein Kleid verliebte... dabei ist das doch genau das Stück, was wir erst am Ende, zum Abschied, kaufen wollten! Dunkelblau und langärmlig, bis kurz übers Knie, von vorn ganz schlicht, nur von einer kleinen Blume geschmückt, aber dafür mit wunderschönem Spitzen-Rücken und ein paar Glitzerakzenten... EIN TRAUM! Von Stiefeln, Mänteln etc. war jedoch weit und breit keine Spur. Ohne auch nur einen Rubel (für Kleidung) ausgegeben zu haben, ging es also nach dem Kino zurück ins Wohnheim.

Am Wochenende zeigte sich das erste Mal, wie ungemütlich der Herbst hier wirklich sein konnte. Durchweg ekliger Nieselregen und furchtbarer Wind... kein Wetter für draußen also! Aber sagt das mal Jana, unserem Nordlicht – offensichtlich traf das Wetter nämlich genau ihren Geschmack und als sie fragte, ob ich mit raus kommen würde, konnte ich einfach nicht nein sagen. Das gesamte Wochenende drinnen sitzen wäre einfach zu langweilig geworden und außerdem wollte ich gern noch ein bisschen was sehen... aber wohin? Wo könnte man den gut und gern hingehen, wenn so ein Mistwetter ist? Die „perfekte“ Idee, die natürlich auch gleich umgesetzt werden musste: steigen wir doch auf den „Hügel“, um uns Bijsk mal von oben anzugucken... Ähm, ja, warum nicht?! (Vielleicht wegen dem Wind! Oder dem Regen! Oder weil ich nur Turnschuhe mit hatte! Oder, oder, oder...) Voller Motivation machte sich Jana auf den Weg, völlig unmotiviert trottete ich hinter ihr her und versuchte Schritt zu halten. Etwa eine Stunde und ewig viel Matsch und Müll, kalte Hände und Füße inklusive, später, waren wir endlich angekommen und hätten – zugegebenermaßen – einen wirklich schönen Blick über die Stadt gehabt, wäre es nicht so verdammt trübe gewesen.


Wirklich lange haben wir es da oben dann auch nicht ausgehalten, denn der Wind wurde nicht unbedingt weniger Also auf, den gleichen Weg zurück, noch einmal an der „natürlichen Müllhalte“ vorbei und bloß nicht ausrutschen in all dem Schlamm! Nach diesem netten Ausflug, der immerhin fast 2,5h in Anspruch genommen hatte, besuchte ich, in erster Linie, um mich aufzuwärmen, aber auch aus inzwischen größer gewordenem Hunger, die Mensa und gönnte mir eine heiße Suppe und Nudeln mit Huhn.

Das ich nach der ganzen Nummer nicht krank geworden bin... wundert mich immer noch :D War doch ein krönender Abschluss für meine erste Woche hier, oder was denkt ihr? Und damit verabschiede ich ich auch erst einmal wieder und mache mir eine Wärmflasche. Bis morgen, fühlt euch gedrückt und ein noch frostigeres пока,

eure Anna

2 Kommentare 19.11.14 18:01, kommentieren

An alle! Ihr dürft auch gern eure Kommentare dazu ablassen und mal im Gästebuch vorbei gucken, ich würde mich über ein bisschen Resonanz eurerseits sehr freuen! Liebe Grüße, gute Nacht und пока, eure Anna

17.11.14 18:49, kommentieren

Zeitsprung in die Gegenwart

Ihr Lieben, ganz frisch inspiriert vom heutigen Tag, habe ich mich dazu entschlossen, euch - zur Abwechslung mal - über die letzten paar Stunden zu berichten! Hurra! Denn heute war wirklich sehr viel los; ein sehr schöner, anstrengender Tag liegt hinter uns. Begonnen hat alles leider nicht ganz so nett, ich habe mir wohl gestern den Magen ein wenig verdorben (bzw. der rebelliert eh gern bei jeder Kleinigkeit) und dementsprechend war auch die Nacht nicht sehr ruhig und heute morgen fühlte ich mich noch immer nicht sonderlich gut. Allerdings war der Plan für den heutigen Tag so umfangreich, dass schwänzen schier unmöglich schien. (Im Nachhinein bin ich auch unglaublich froh, mich überwunden zu haben das Zimmer bzw. überhaupt erstmal mein Bett zu verlassen)

Folgender Plan sollte also in die Tat umgesetzt werden:
1. Stunde: Deutschkurs zum Thema Architektur … wir hatten keine Ahnung von nichts
2. Stunde: „stellt mal irgendwie irgendwas über Deutschland vor, so 5-10Minuten... für die Erstis der anderen Fakultäten“ - ähhhh jaaaaa, nichts einfacher als das?!
3. Stunde: Russisch
4. Stunde: Russisch
5. „Konzertbesuch“

Wie ihr seht, ein ziemlich volles Programm... aber natürlich kam alles anders als gedacht – wie scheinbar immer, wenn in Russland was geplant wird?! Noch bevor wir das Wohnheim verlassen konnten, um zu unserem Deutschkurs aufzubrechen, bekam Jana eine SMS von unserer guten Valentina. Wir sollen doch bitte halb zehn zu ihr ins Büro kommen, die Sachen für die „Deutschlandvorstellung“ durchsprechen... also genau während unserer eigentlichen Deutschstunde! Um ehrlich zu sein: mir ist schon ein Stein vom Herzen gefallen, hatten wir doch ausnahmsweise mal nicht wirklich etwas vorbereitet. Ich finde, Architektur ist auch wirklich ein merkwürdiges Thema für Fremdsprachenunterricht, aber gut... anstatt uns eben auf den Weg zu „unserer Klasse“ zu machen, suchten wir deren Dozentin, um sie über die neusten Gegebenheiten in Kenntnis zu setzen! Überraschenderweise war sie kein bisschen überrascht Ihr Statement dazu: Ja, so läuft das bei uns immer... Pläne werden in letzter Minute umgeschmissen oder eben auch erst dann erstellt und Bescheid gesagt am liebsten erst, wenn es eh schon zu spät ist. Auch gut. Auf in Valentinas Büro! Ach nein, STOP! Erst noch einmal zurück ins Wohnheim, umziehen! Alle sahen so schick aus, da mussten wir schon wenigstens ein bisschen mitziehen... also ins Kleidchen geschlüpft, die Haare noch einmal aufgehübscht und etwas Make-up aufgelegt (tatsächlich genieße ich es hier unglaublich ohne Make-up durchs Leben zu gehen,... ich war bisher – glaube ich – drei mal geschminkt, seit ich hier bin (6 Wochen). Jetzt aber schnell! Auf zu Valja.

Was wir schönes vorbereitet haben für die Erstis? How to be german in 20 steps – ну, конечно, по русский (natürlich auf RUSSISCH!) Das wollte sich auch unsere liebe Valja nicht entgehen lassen, also probten wir unseren „Auftritt“ (das erste und einzige Mal) vor ihr! Und es gefiel. Also waren wir ja gut vorbereitet (wir, bzw. in erster Linie die liebe Jana, haben die Übersetzung erst gestern Abend - auf Grundlage einer Website zum Thema - erstellt). In diesem Moment kam auch Xenia dazu, die uns in die „Kammer des Schreckens“ oder besser den „Korridor des Grauens“ begleitete, wo wir schon sehnsüchtig von einigen Studenten erwartet wurden. Tee und Gebäck gab es, und Sascha hatte man offensichtlich auch verpflichtet sich nützlich zu machen :D Die erste(! Es sollten noch einige folgen!) Gruppe Erstis kam auch sogleich... der Moment in dem man sich wieder in die Schulzeit zurückversetzt fühlte. Nach einem sehr kurzen Kurzvortrag über die Fakultät, ging es an ein paar Spielchen. Lustig zuzusehen war es allemal, wie alle „Neuen“ gemeinsam eine Rakete oder ein Motorrad darstellen sollten... da war eben voller Körpereinsatz gefragt! Danach ging es an meine „Lieblingsbeschäftigung“ - Zungenbrecher! Dieses Mal allerdings auf Englisch... es war köstlich! Teilweise erkannte man noch nicht einmal, dass es sich dabei eben um Englisch handeln sollte; hätte ich mir die Texte nicht selbst durchgelesen, würde ich es womöglich noch immer nicht glauben! Als kleines Päuschen bereitete Sascha schließlich Tee für alle – in einer traditionellen chinesischen Teezeremonie. (Wenn ihr mich fragt: es war unspektakulärer als es sich vielleicht gerade anhören mag, er hat halt Tee aufgegossen. Lustig war jedoch, dass er die !unter anderem flüssigen! Teereste in den Müll „warf“ bzw. goss... aber gut, jedem das seine!)

Dann war es soweit, Premiere, unser „großer Auftritt“ - die wirklich großen Auftritte kommen erst noch (wenn auch nicht unsere)... und so klärten wir die Russen darüber auf, welche 20 Punkte einen typisch Deutschen ausmachen, wir hatten dabei den ein oder anderen Lacher durchaus auf unserer Seite. Von Versicherung und Weiterbildung über Sauerkraut und Würste, Tatort und rote Ampelmännchen bis hin zum Bierflaschen öffnen - mit allem außer einem Öffner -, Pfand und Recycling war eben für jeden etwas dabei. Auch unsere Autobahnen mit ohne Tempolimit fanden viel Anklang, vermutlich besonders, weil ich es einfach nicht auf die Reihe bekam, das russische Wort für Begrenzung (ограничение - agranitschenie) auf Anhieb richtig auszusprechen... ^^ *peinlich* Kann man machen nichts, muss man lächeln nett. Kam auch gut an, und ohne ein paar Versprecher wäre es ja auch wirklich nur halb so lustig. Zu diesem Zeitpunkt wussten Jana und ich allerdings auch noch nicht, wie oft wir unseren Auftritt noch wiederholen würden und dementsprechend, wie oft ich dieses Wort verkacken würde... Pause. Diese nutzen wir tatsächlich mal sinnvoll, wir halfen Xenia bei ihren Englischhausaufgaben und sie uns dafür bei den Russischaufgaben. Zweiter Auftritt – gleicher Ablauf – gleiche Spiele und Zungenbrecher – gleiche Teezeremonie – gleicher Vortrag über „how to be german“ - gleicher Versprecher am Ende... Pause, Englisch und Russisch machen... Dritter Auftritt – gleicher Ablauf - …. - Pause! (der ewige Kreis?! ^^) Nein, diesmal lange Mittagspause! Erst in drei Stunden würde es weiter gehen! Super, dann konnten wir ja sogar zu unserer Russischstunde gehen, zumindest zur ersten. Aber erst einmal etwas essen, es war auch noch eine Stunde Zeit bis zum Unterricht, alles ganz entspannt!

Das war wohl mein entscheidender Fehler. Trotz der Tatsache, dass ich mich noch nicht wirklich gut fühlte, entschied ich mich für Borschtsch, Gemüse-Reis und Hähnchen und einen kleinen Salat. Hm, als ich es so vor mir stehen hatte, war mir der Appetit schon wieder vergangen, aber ich hab ganz brav gegessen.. und dann gings Rund! In meinem Bauch! Schon wieder! -.-´Selber Schuld, ja ja, ich weiß! Naja, so viel würde jetzt sicher nicht mehr passieren, die erste Runde lief ja auch ganz gut und ging fix... dachte ich! Also erstmal zurück zur Uni und auf zu unserem Russischunterricht. Der Knaller, im Raum war ….. NIEMAND! Unsere Dozentin (Dozent-IN? Ja, das kommt später... also früher in der Zeit aber später hier im Blog xD ) kam kurz nach uns und … das wars! Wir blieben zu dritt. Auch mal nett. Worüber könnte man denn schönes quatschen? Wie wäre es mit „How to be german“ ? Gute Idee! Kreativ. Also besprachen Jana und ich – zum inzwischen fünften Mal an diesem Tag – unsere 20 Punkte mit Ekaterina... und dadurch, dass wir wirklich alles haarklein analysieren konnten, dauerte das auch einfach mal eine ganze Stunde. Dann noch ein bisschen Tratsch und Klatsch ausgetauscht über Kinofilme und Weihnachtsessen und unsere weitere Urlaubsplanung und schwubs... da war die Veranstaltung (immerhin ja 90min) auch schon wieder vorbei! Das ging mal richtig fix! Und wir haben verdammt viel geredet – alles auf RUSSISCH natürlich! Und es lief richtig gut! So könnte es eigentlich öfter sein, vielleicht auch immer :D Auf jeden Fall mal richtig gutes Sprachtraining für uns!

Jetzt aber schnell zurück zu unserer Veranstaltung, hieß es! Die nächste Gruppe kommt sicher bald. So war es dann auch. The same procedure as – nein, nicht every year – before, James ! Und nochmal, nochmal, nochmal (…) Insgesamt waren es schließlich NEUN Gruppen, denen wir unsere „Liste“ vorstellen durften – ich fürchte, wir und alle, die mit uns das Programm der Fakultät für Fremdsprachen dargeboten haben, können für immer diese 20 Schritte auswendig. Für immer. Навсегда. Ist ja auch ganz nett. Es war übrigens erstaunlich, wie sehr sich einige der Erstis gefreut haben, als sie hörten, dass Gäste aus Deutschland da waren und ihnen etwas erzählen wollten. Ihnen war die Freude geradezu ins Gesicht geschrieben. Einige kannten wir auch schon aus unseren Deutsch-Kursen, die Psycho-Ladies (keine Angst, sie studieren eben Psychologie und Deutsch) und einige Sprach-Mädels, und ich muss sagen, WIR HABEN DIE GEILSTEN KURSE EVER! Die hatten einen riesigen Spaß, haben sich bei den Spielchen und Zungenbrechern richtig gut geschlagen und auch mit uns sehr gut interagiert. Welchen tieferen Sinn dieser Tag nun aber hatte, dass ist mir noch immer unbegreiflich. Wozu muss man denn bitte Erstsemestern, die sich ja offensichtlich bereits für ein Studium entschieden haben, jede einzelne Fakultät vorstellen, als ob man sie abwerben wolle?! Schüler, okay... aber Studenten? Egal, es war jedenfalls wirklich ganz wunderbar und ihr seht, unser ehemaliger Plan war relativ nutzlos und sah rückblickend inzwischen so aus:

1. Unterricht absagen, umziehen, Treffen bei Valentina, erste Vorträge
2. Essen/ Mittagspause
3. Russisch „Privatunterricht“
4. die restlichen 6 Vorträge
5. unser „Konzertbesuch“

Wenigstens unser Konzertbesuch sollte wie geplant stattfinden! Nachdem wir uns fix umgezogen hatten (im Kleidchen war es mir dann doch etwas frisch – es schneit seit 3 Tagen durch und hatte -10°C), holten wir Valentina aus ihrem Büro ab, die uns ein „Privattaxi“ besorgt hatte – ihre ältere Schwester und deren Mann(?). Gemeinsam fuhren wir also zum Kulturzentrum, leider habe ich es verpasst Fotos zu machen – es ist ein wirklich sehenswertes Gebäude, vielleicht ergibt es sich ja nochmal. Unsere Aufgabe dort war jedenfalls nicht einfach nur zuhören, sondern viel mehr ANFEUERN! Unser „Konzert“ war nämlich gar kein Konzert, sondern ein Talentwettbewerb der Universität. Und wir waren damit natürlich unseren „Schülerinnen“ verpflichtet Schenja und Sascha (die Schwester unserer Valja) nahmen mit einer unglaublich kreativen Performance teil, sie trugen auf verschieden Instrumenten ein Filmmusik-Medley vor. Mich hatten sie ja schon mit der ersten Titelwahl auf ihrer Seite – die Harry Potter Titelmelodie, wie geil... die verschiedenen Stücke auf Keyboard, Flöte, Gitarre, mit Tamburin und Kastanetten unterschiedlich interpretiert! (Natürlich nicht alle Instrumente auf einmal, dass wäre selbst für diese beiden Mädels zu viel gewesen, aber wenn sie damit nicht bewiesen haben, wie vielseitig sie sind! Und wie kreativ!) HAMMER! Ich habs auf Video Super Idee, super Umsetzung. Daneben gab es noch ein paar Tanz- und Sineinlagen, auch einige ziemlich gute!

Irgendwie gab es dann noch einen Wettbewerb im Wettbewerb... „The voice of Uni“ sozusagen xD und, haltet euch fest, Schenja hat gesungen... WAHNSINN! Das war sooooooooo unglaublich schön! Das Mädel hat eine Stimme! Unbeschreiblich. Grandios. Gänsehaut. Sie ist im Unterricht immer so zurückhaltend und schüchtern und auf der Bühne legt sie los... als würde alles davon abhängen! Kaum zu glauben. In der Uni macht sie auch eher mit einem unkonventionellen Auftreten von sich reden, die grünen Haare und Piercings stechen einfach hervor und auch ihr Kleidungsstil ist nicht besonders lady-like! Und plötzlich stand sie da, in einem Traum aus schwarzem Samt mit mörder Highheels und sah unglaublich aus! Und diese Stimme... ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus! Schluss jetzt - Es kamen noch zwei traditionelle(re) russische Darbietungen dazu und ein Mädchen sang einen Song aus „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“.

Aber wenn jemand den Sieg verdient hatte, dann Schenja! Dank des vielfältigen Rahmenprogrammes zog sich die Veranstaltung über zwei Stunden. Dann, endlich!, die Siegerehrung! Daumendrücken. Jubeln. Unser kreatives Duo hat gewonnen. Verdient, wenn ihr mich fragt! 10.000 Rubel Preisgeld. Gratulation an die beiden Mädels! Schließlich, die Auswertung von dem reinen Gesangswettbewerb. Wieder Daumendrücken. Und... WIEDER JUBELN! Schenja hat es geschafft, den einen Preis noch nicht einmal weggeschafft, gewinnt sie auch die zweite Prämie. Wenn das mal nicht ein glatter Durchmarsch war! Und wie gesagt – absolut verdient! (Ich habs auf Video!!!!) Neben Urkunde und Pokal gibt es noch eine Überraschung, einen Preis: eine Gitarre. Der Abend hat sich auf ganzer Linie gelohnt! Zum Abschluss folgte noch eine letzte, wundervolle Darbietung – zu dem Titelsong aus „Anastasia“, live von einer Teilnehmerin performt (besser als ihr Beitrag im Wettbewerb, um ehrlich zu sein!), tanzten 5 Paare Walzer. Ein wunderschönes, gelungenes Finale.

Mit dem Bus ging es schließlich zurück zum Wohnheim... auf dem Weg zur Haltestelle haben wir sogar ein Minifeuerwerk bestaunen dürfen, wie passend Um acht waren wir endlich „daheime“, es war schon ein wirklich anstrengender Tag, auch wenn nicht alles so gelaufen ist, wie es geplant war. Erst einmal etwas essen! Da es meinem Bauch immer noch nicht besser ging, entschied ich mich für „Milchreis“ (ein Fehlkauf,... es ist kein Reis, sonder … wer weiß das schon?, trotzdem lecker). Pech für mich, dass in der Küche bereits jemand war. Nicht das ich nicht teilen wollen würde, aber die guten Herdplatten waren besetzt. Um einen winzigen Schluck Milch – ungelogen, die Milch stand ca. 2,5cm hoch im Topf! - zum kochen zu bringen, brauchte ich eine halbe Stunde. Der gute Alex hat auf die Uhr geschaut! Aber wir haben uns währenddessen seeeehr gut unterhalten, unter anderem darüber warum niemand beim Unterricht gewesen war (außer Jana und mir) und über den Talentwettbewerb. Ich mag den Sascha! Der ist knuddelig... den könnte man glatt adoptieren... (Jana meinte, als Tee-Zermonien-Meister wäre er auch nicht schlecht ) blöderweise ist er aber genau so alt wie wir xD und so klein :D Chinese halt...

Nachdem die Milch dann irgendwann auch mal gekocht hat, gab es essen und dann,... hab ich mich hingesetzt, um das hier zu schreiben ^^ … so, jetzt wisst ihr es, jetzt kennt ihr meinen heutigen Tag mit sämtlichen Details. Euch noch einen schönen Abend, fühlt euch gedrückt und пока,

eure Anna

17.11.14 18:47, kommentieren